Tina Hage

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Exhibition

Infinite Gesture

at Thomas Rehbein Gallery Cologne
16.10.15 bis 21.11.15





Exhibition views
English  /  Deutsch


Press text 
Infinite Gesture


by Keh Ng

The Modern Language Experiment, London

Tina Hage’s exhibition explores concepts of never ending actions, signals and seemingly hollow acts as a starting point from which to consider ideas within contemporary art today. The images she refers to from the media, history, art and popular culture as well as her own photographs are loaded with hidden messages that are cleverly re-appropriated and reconfigured to create new and surprising meaning. These new configurations are lighthearted yet considered to suggest the infinite possibilities in which even the most timeless gestures can be seen anew. In this exhibition, Hage collects three different bodies of work where figurative, landscape and abstraction culminate in photographic, sculptural and installation gestures. Care has been taken with the placement of these works to ensure that unexpected new relationships between the work can exist and indeed thrive.

When viewing the “Rehearsal” pieces, the viewer is reminded of a bygone era of silent films and theatre. Actions that appear funny but somehow tragic are reminiscent of Charlie Chaplin’s quote “Life is a tragedy when seen in close-up, but a comedy in long-shot.” Chaplin, a master of gesture himself was always aware of the power of the body’s language. That like in any language, nuances are the key that can hold true meaning. The figures we see in the various configurations suggest a formal relationship. It is unclear whether they are performing to entertain or for duty as while the poses are impressive, ridiculous and impossible in equal measure, the expressions of the figures are sometimes pained, non-plussed but most often vacant allowing the viewer to constantly re-assess what exactly these figures are rehearsing.





Pressetext
Infinite Gesture


by Keh Ng

The Modern Language Experiment, London
(Deutsche Übersetzung Miriam Walgate, 2015)

“Life is a tragedy when seen in close-up, but a comedy in long-shot.”
Charlie Chaplin

In dieser Ausstellung widmet sich Tina Hage der Befragung von Konzepten zu fortdauernden Handlungen, Zeichen und scheinbar stumpfsinnigen Aktionen und nimmt diese als Ausgangspunkt für eine allgemeine Reflektion des Ideenguts innerhalb der zeitgenössischen Kunst von heute.
Die Bilder, die sich auf Bildwelten aus den Medien, der Geschichtsschreibung, der Kunst und der Populärkultur beziehen, sowie ihre eigenen Fotografien sind mit verborgenen Botschaften aufgeladen. Findig werden diese Bilder neu zu Eigen gemacht und neu gestaltet, um neue und überraschende Bedeutungen hervorzubringen. Erneut betrachtet offenbaren diese originellen und heiter erscheinenden Konstellationen unbegrenzte Möglichkeiten. Auf diese Weise können selbst die zeitlosesten Gesten einer Neubetrachtung unterzogen werden. Hage führt in dieser Ausstellung drei unterschiedliche künstlerische Schaffensbereiche zusammen wo das Figurative, die Landschaft und die Abstraktion in fotografische, skulpturale und installative Zeichen kulminieren. Mit Bedacht wurden die Arbeiten platziert, um einen Raum zu schaffen in dem ungeahnt neue Beziehungen zwischen den Arbeiten bestehen und wahrlich gedeihen können.
Die Arbeiten der Werkreihe Rehearsal erinnern an Stummfilmklassiker und an das Theater, zwei Welten in denen Darsteller vor allem über die Körpersprache kommunizieren. Und wie in jeder Sprache, liegt der Schlüssel zur wahren Bedeutung oftmals in den feinen Nuancen.
In der Serie Scene from Above werden von Tina Hage selbst abgelichtete oder gefundene Luftaufnahmen anderer Fotografen auf einfache Formen und Farben reduziert. Die hyperrealen, detailreichen Aufnahmen aus der Serie The place here werden zu Skulpturen bzw. Installationen abstrahiert. Sowohl die Reduktion auf klare Formen und Farben als auch die Überführung des fotografischen Ausgangsmaterials in eine neue dreidimensionale Form bewirken schließlich eine gesteigerte Unmittelbarkeit in der Wahrnehmung der Arbeiten. Die Überführung der Fotografie in ein skulpturales Format schafft Raum für eine Neubewertung des Gegenstands und für eine Hinterfragung von Aspekten der Autorschaft, des Urheberrechts oder dem Medium Fotografie an sich als Medium der künstlerischen Produktion und der Präsentation.




©Tina Hage 2021